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Einigkeit von 1950 e.v.

Chronik des Vereins

Chronik des Gartenbauvereins „EINIGKEIT“ von 1950 e.V.
Vorgeschichte des Vereins aus der Zeit vor 1950, zusammen
Gefasst von den Gartenfreunden Willi Neubacher und Arthur
Krüger


Die Entstehung der einzelnen Kolonien unseres Vereins begann nach dem 1.Weltkrieg um etwa 1918 und hießen zur damaligen Zeit z.b. „Behrsche Wiese“; „Am Brack“; „Femerling“; „ Norddeutsche Chemische“ usw.

Das ganze Gelände bestand größtenteils aus Wiesengelände und befand sich in Privatbesitz. Erst im Laufe der nächsten 40 bis 50 Jahren wurden die Flächen  von der Stadt Hamburg erworben, zuletzt das Gelände der „Norddeutschen Chemischen Fabrik“, südlich der Neuländer Straße. Verwaltet wurde das gesamte Gebiet vom Liegenschaftsamt Hamburg und war als Hafenerweiterungsgebiet ausgewiesen.

Im Jahre 1920 wurde der Gartenbauverein „Neuland“ gegründet und umfasste auch unser jetziges Vereinsgelände mit ca. 400 Parzellen.

Die Zuwegungen zu unseren Kolonien gingen alle von der Straße „Fünfhausener Landweg „ aus. Wobei die Kolonien 1 bis 6 auf der linken und die Kolonien 7 und 8 auf der rechten Seite der Straße sich befanden.

Der Fünfhausener Landweg war die Verbindungsstraße von der Schlachthofstraße nach Fünfhausen-Over.

Durch den Bau des Autobahnzubringers, die heutige Neuländerstraße, zur A1 in den Jahren  1935-1936wurde der fünfhausener Landweg bis zu einer Länge von ca. 1km an der schlachthofstraße beseitigt, so dass unsere Kolonien neue zuwegungen erhalten mussten. So entstand der „Neuländer Weg“, der später al Straße ausgebaut wurde.

Auf den wiesenstreifen zwischen Neuländer Strasse und Neuländer weg entstand dann in den folgenden Jahren der Gartenbauverein „Zubringerstraße“.

Durch den Bau des Autobahnzubringers mussten auch viele gärten aufgegeben werden, den betroffenen Gartenfreunden wurde ersatzland im bereich des heutigen Gartenbauvereins Neuland von der Stadt Hamburg zur Verfügung gestellt.

Die folge war, dass die flächen des Gartenbauvereins Neuland immer größer und unübersichtlicher wurden, hinzu kam auch noch, dass viele ausgebombte Gartenfreunde ihren Wohnsitz zwangsläufig in ihren garten verlegten, weil keine Wohnungen in der Stadt zur Verfügung standen.

Dadurch bedingt wurde die vorstandsarbeit immer umfangreicher und schwieriger, so dass es letztlich zu Reibereien innerhalb des Vorstandes kam.

Auf einer Vorstandssitzung wurde daraufhin beschlossen, den Gartenbauverein „Neuland“ zu teilen. So ist zum Beispiel auch der Gartenbauverein „Kultur“ entstanden.

TEILUNG DES GARTENBAUVERINS „NEULAND“ VON 1920 e.v. UND NEUGRÜNDUNG DES GARTENBAUVEREINS „EINIGKEIT“ e.v. VON ARTHUR KRÜGER


Am 19 März 1950 fand im Lokal von Herrn Geilert, Werderstraße eine außerordentliche Generalversammlung des Gartenbauvereins „Neuland“ unter der Leitung des 1.Vorsitzenden Gartenfreund Georg Wagner statt. Tagesordnungspunkte waren: Neugründung des Gartenbauvereines „Einigkeit“ und Neuwahl des Vorstandes. Von 250 Mitgliedern waren 116 anwesend. Der Antrag zur Neugründung wurde einstimmig angenommen.

1. Vorsitzender wurde der ehemalige Schriftführer vom GBV. Neuland
Gartenfreund August Scheinhütte; 2.Vorsitzender Gfd. Georg Schiekofer, Schriftführer Gfd. Gottfried Engelmohr, Kassierer Gfd. Richard Heinrich. Als Gast nahm von der Bezirksgruppe Harburg der Jugendgruppenleiter Gfd. Rudi clement teil.

Anteilmäßig übernahm der Verein den Betrag von DM 1.075,68 aus der Vereinskasse des GBV. Neuland zur Vereinsgründung. Beschlossen wurde, dass der gesamte Vorstand ehrenamtlich arbeiten sollte. Auch wurde eine einmalige vereinsumlage in Höhe von DM 1,50 bewilligt.

Da der Verein zu diesem Zeitpunkt über kein Vereinshaus verfügte, mussten die Vorstandssitzungen in den Gartenlauben von Vorstandsmitgliedern abgehalten werden. Zum Beispiel beim Fachberater Gfd. Wunder der dafür 100,-- dm Benutzungsgebühr jährlich erhielt oder aber beim Gastwirt nolte auf dem neuländer elbdeich. In dieser zeit hatte unser verein 221 Mitglieder, davon 120 dauerwohner, es gab keine freiwilligen oder fördernde Mitglieder.

Es gab viele jugendliche im verein und es wurde eine Jugendgruppe gebildet, die der gfd. Pommerening leitete und die er in seiner Gartenlaube betreute.

Auch wurde ein großes weihnachtsfest veranstaltet, welches in den Vereinsräumen des gbv. Reiherhoop 2 stattfand, dessen 1.vorsitzende gfd. Siemsen gleichzeitig bezirksvorsitzender war.

wir hatten zu diesem Zeitpunkt auch schon einen festausschuß, so wurden unsere Feierlichkeiten 2- bis 3-mal in den räumen des gbv. Reiherhoop 2 abgehalten. In den ersten Jahren fanden dort ebenfalls unsere Jahreshauptversammlungen dort statt.

In der Kolonie 1 hatten wir einen vereinsplatz fast von der Größe eines Fußballplatzes, welchen wir in den folgenden Jahren wiederholt für unsere sommerfeste genutzt haben, wobei der Gastwirt nolte vom elbdeich freundlicherweise das zelt sowie die Getränke zur Verfügung stellte.
Allerdings mussten unsere Gartenfreunde die Aufstellung und Ausschmückung des Zeltes sowie die Bedienung selbst durchführen. Jeder Gartenfreund musste dazu sein Kaffeegeschirr mitbringen.

Auf Dauer war dieses ein unhaltbarer zustand und der vorstand wurde beauftragt einen Entwurf für ein neues Vereinshaus zu entwerfen.
Auch wollte der bezirksvorsitzende gfd. Siemsen sich um eine Baracke in der Größe von 200-400 m² bemühen. Um die Sache zu finanzieren war daran gedacht, so genannte Bausteine in form von klebemarken im wert von 10 Pfennig zu vertreiben. Aber leider ist es bei dem versuch geblieben, da unsere Mitglieder nicht mitzogen.

Nach 5jähriger Amtszeit legte der 1.vorsitzende aus krankheitsgründen am 27.märz 1955 sein amt nieder und der gfd. Karl plöger übernahm kommissarisch das amt des 1.vorsitzenden. im selben Jahr starb auch der gfd. August scheinhütte.

Auf der Jahreshauptversammlung am 15.januar 1956 in der Gastwirtschaft von tiedemann, wilstorferstraße wurde dann der gfd. Karl plöger mit 82 ja-stimmen zum 1. vorsitzenden gewählt. Von 221 mitgliedern waren 89 zur Versammlung erschienen. Karl plöger führte die Amtsgeschäfte bis zum 24.januar 1960, also insgesamt 5 Jahre, wo er dann von Otto Voss abgelöst wurde.

Auf einer Vorstandssitzung am 1.juli 1960 gab der 1.vorsitzende bekannt, dass wir unseren vereinsnamen ändern oder ergänzen müssten, da es noch einen verein mit dem „Einigkeit“ in Hamburg gäbe. Man einigte sich auf den Zusatz „von 1950“ e.V. Registrier-nr. 731.
Der erwähnte verein „Einigkeit“ befand sich in wilhelmsburg und ist bei der Sturmflut 1962 zerstört worden und existiert nicht mehr.

Da es in der zeit vom 03.11.1956 bis zum 09.08.1059 keine protokollunterlagen über Vorstandssitzungen vorhanden sind, kann über diese zeit nicht allzu viel berichtet werden. Fest steht, dass es in dieser zeit sehr vielen ärger gab, hauptsächlich über verunreinigte Gräben. Es gab für die 120 dauerwohner keine Entsorgung für Toiletten und sonstige Abwässer. Auch gab es noch keine Müllabfuhr. Ebenso gab es viel ärger über die kleintierhaltung mit der daraus resultierenden ratten- und ungezieferplage.

Erwähnenswert sind noch die baumspritzungen die behördlicherseits angeordnet waren und im Winter bzw. Frühjahr durchgeführt werden mussten. Am Anfang hatte man eine karrenspritze für den gesamten verein zur Verfügung die von gfd. Wunder, kiehnert, besmens und neu bedient wurde. Leider klappte die Angelegenheit nicht und es wurden trage spritzen für die einzelnen Kolonie angeschafft, die sich jeder gfd. Ausleihen konnten. Die waren meistens defekt, so dass sich die Angelegenheit von selbst erledigte. Nach den heutigen Richtlinien soll nun fast gar nicht mehr gespritzt werden

Auf einer Vorstandssitzung am 13.februar 1960 wurde das Thema vereinshausbau erneut aufgegriffen, nachdem es immer wieder an der Kostenfrage und Einigkeit der Mitglieder gescheitert war. Es wurde nur von einer Unterkunft für die Vorstandssitzungen gesprochen. Der 1.vorsitzende otto voss wollte sich um die Baugenehmigung bemühen und gfd. Wenske sollte die Bauzeichnung  erstellen. Gedacht war daran, dass Vereinshaus in Leichtbauweise zu bauen in einer Größe von ca. 24m² bei einer Bausumme von ca. 2.000,-- dm. Auf der Vorstandssitzung am 13. Juli 1960 teilte der 1.vorsitzende mit, dass die Baugenehmigung erteilt worden ist, bloß mit der Auflage gleich zweckmäßig zu bauen.

Am 14.august 1960 erfolgte dann eine außerordentliche Mitgliederversammlung auf der Parzelle 155, kol.5 mit dem tagungsordnungspunkt: „Bau einer Vereinslaube“. Der 1.vorsitzende otto voss führte dazu aus: Es wäre doch wohl auf Dauer nicht zumutbar die Vorstandssitzungen in bierstuben oder Gartenlauben abhalten zu müssen. Nach lebhafter Diskussion wurde dann der Neubau einstimmig beschlossen. Nur über den Standort war man sich nicht einig und so wurde darüber abgestimmt: 29 Stimmen dafür, 24 stimmen dagegen, bei 31 Stimmenthaltungen. Somit wurde mit dem bau umgehend begonnen.

Auf der Jahreshauptversammlung im Februar 1961 im lokal „Elbstadt“ Grupenstraße wurde berichtet, dass die bewilligten 2000 dm für den vereinshausneubau aufgebracht sind und es wurde ein Nachtrag über die summe von 1000 dm gestellt, der von der Versammlung einstimmig genehmigt wurde. Es wurde klage darüber geführt, dass sich zu wenige Gartenfreunde für die neubauarbeiten zu Verfügung stellten, lobend hervorzuheben sind die gfd. G.wenske und o.aschmoneit.

Die Einweihung unseres Vereinshauses erfolgte dann am 10 Juni 1961 mit gleichzeitiger Ehrung unserer langjährigen Mitglieder.

In der Nacht vom 17. zum 18.februar 1962 wurden wir von einer jahrhundert-sturmflut heimgesucht. Die elbdeiche brachen an zahlreichen stellen und die Elbe überflutete Ortschaften, Ländereien. So wurde auch unser Vereinsgelände vollkommen überflutet, teilweise bis zu einer Höhe von 1,80 m. es entstand riesiger Sachschaden. Durch großzügige Hilfe seitens der Bevölkerung, der Stadt Hamburg sowie des landesbundes, wurde auch unser verein bestens unterstützt. Es wurden durch spenden dem landesbund 170.253,--dm zur Verfügung gestellt. Davon hatten Hamburger gartenverine 73.026,-dm allein aufgebracht. 56 gartenverine waren von der flut verwüstet worden. Alle Gartenfreunde die schaden erlitten hatten, konnten einen antrag beim ausgleichsamt küchgarten auf entschädigung stellen. Zusätzlich wurde für unseren verein torf, düngemittel, farben und dergleichen zur verfügung gestellt. Viele gartenfreunde mussten ihre behelfsheime aufgeben. Ihnen wurde eine wohnung zugewiesen, gleichzeitig bekamen sie eine entschädigung in höhe von 2500,-- dm.
Hatten wir vor der sturmflut noch 120 dauerwohner, so waren es im jahre 1964 nur noch 46 dauerwohner. Dem verein wurden zwei typenlauben vom landesbund geschenkt, die wir an zwei würdige gartenfreunde weiter gaben. An Flut-Entschädigungsgeldern wurde dem verein 26.108,--dm für gartenland und dem verein direkt 1500,--dm für  unser vereinshaus zur verfügung gestellt. Es wurden dann endlich tische, stühle, gardinen und geschirr angeschafft.

Auf der vorstandssitzung am 11.november 1962 gibt der 1.vorsitzende otto voss bekannt, dass er nach hamburg verzogen ist und deshalb sein amt zur verfügung stellt. Auf einstimmigen beschluß des vorstandes wird der 2.vorsitzende gfd. Wilhelm otto kommissarisch bis zur neuwahl als 1.vorsitzender eingesetzt. Auf der jahreshauptversammlung am 20.januar 1963 wird gfd. Wilhelm otto von 59 anwesenden mit 51 ja-stimmen gewählt. Zu dieser zeit hat unser verein 238 parzellen bei 203 mitgliedern.

Im laufe des sommers 1966 wird uns vom landesbund mitgeteilt, dass am großmoordamm ein industrie- u. gewerbegebiet entstehen soll. Die planunsgarbeiten sind bereits angelaufen. Aus diesem grund soll dem gartenverein penzweg und ein teil vom gartenverein moorwiese gekündigt werden. Um das oberflächenwasser des großmoordamms zu sammeln und abzuleiten, soll ein vorflutergraben von 22m breit und 3m tiefe gebaut werden, der durch unser gelände (Kolonie 6) geführt werden soll um dann über ein schöpfwerk am neuländer elbdeich in die elbe zu gelangen. Dies hieße, dass wir 30 gärten aufgeben müssten. Da wir vom vorstand mit der geplanten trassenführung nicht einverstanden sind, wird schärfstens protest eingelegt, wobei sich der 2.vorsitzende Heinrich everien besonders angagiert eingesetzt hat. Er bekommt vom vorstand den Auftrag, sich darum zu bemühen, eine andere trassenführung festlegen zu lassen.

Auf der vorstandssitzung am 9.juli 1966 gibt der vorsitzende Wilhelm otto bekannt, dass er aus gesundheitlichen gründen sein amt nicht mehr ausüben könne und stellte seinen Posten zur verfügung. Der 2.vorsitzende Heinrich everien ist bereit das amt kommissarisch zu übernehmen. Auf der hautpversammlung am 24.august 1966 wird der gfd. Heinrich everien zum 1. vorsitzenden gewählt.

Zum Thema trassenführung für den geplanten Vorfluter findet am 23.08.1966 eine Ortsbesichtigung statt, an der die zuständigen behördenvertreter, sowie Baufirmen, der 1.vorsitzende des landesbundes und von unserer Seite die gfd. Everien und Krüger teil.

Unser Vorschlag die Trasse durch die Kolonie 5 zu führen, weil hauptsächlich nur wiesengelände in Anspruch genommen wird und nur 10 gärten gekündigt werden müssten, findet nach eingehender Diskussion allgemeine Zustimmung. Die Baupläne sollen entsprechend geändert werden. Bauzeit beträgt ca. 2 jahre. Auf der jahreshauptversammlung am 26.februar 1967 wurde der nach unseren wünschen geänderte bauplan der Versammlung vorgelegt und für gut befunden. Die betreffenden gärten sollen Mitte des Jahres zum 31.10.1967 gekündigt werden.

Aus arbeitsüberlastungsgründen stellt der bisherige vorsitzende Heinrich everien sein amt zur verfügung. Als Vorschlag wurde der gfd. Eduard jantzen nominiert und gewählt.

Bei der am 11.februar 1968 stattgefundenen jahreshauptversammlung stellte sich der bisherige vorsitzende nicht wieder zur Wahl. Aus der Versammlung heraus wurde der bisherige Schriftführer gfd. ARTHUR KRÜGER vorgeschlagen und bei der anschließenden geheimen Wahl mit 75 ja-stimmen von 95 anwesenden Gartenfreunden gewählt.
An dieser Versammlung nahmen auch der 1.vorsitzende de bezirksgruppe Harburg teil. Es wurde noch mal über die wassertrasse berichtet und auf die Wichtigkeit dieses Wassergrabens hingewiesen.

In den folgenden Jahren wurde auch wieder ein festausschuß gewählt, in dem erstmals auch Frauen vertreten waren. Es wurden mehr Festlichkeiten als bisher durchgeführt. Auch kinderfeste wurden organisiert, wobei wir in Ermangelung eines Vereinshauses in den neuländer hof am großmoordamm ausweichen mussten, welches für die Kinder recht strapaziös war. Aus diesem grunde sollen in Zukunft die kinderfeste auf unserem vereinsplatz stattfinden, unsere gartenfreunde sollten Tische und Bänke zur Verfügung stellen.

Auf der Vorstandssitzung am 01.09.1971 beschließt der vorstand, bei der Baubehörde vorstellig zu werden um eine Genehmigung für einen Erweiterungsbau am vereinshaus nachzusuchen. Gedacht ist an einen Anbau von der Größe 10x15m = 150m², gfd. Hannes Böttcher soll die Bauzeichnung anfertigen.

Auf der jahreshauptversammlung am 13.02.1972 wird beschlossen, den genehmigten zeltanbau durchzuführen. Kosten ca. 7.500,-dm. Da wir immer noch hafenerweiterungsgebiet sind, wird ein festes Bauwerk aus entschädigungsgründen von der Baubehörde abgelehnt. Die gfd. Böttcher, wenske, neubacher, kükel wollen sich tatkräftig dafür einsetzen, damit es zum nächsten kinderfest fertig gestellt ist.

Auf der bezirksversammlung am 26.4.74 gibt der 1.vosritzende bekannt, dass er Pläne über den s-bahnbau zur Einsichtnahme vorliegen hat. Da davon ausschließlich die moorvereine betroffen sind und mit weiteren Kündigungen zu rechnen ist, werden aus protest und um die Öffentlichkeit auf unsere Probleme aufmerksam zu machen, laternenumzüge mit Musikkapellen durchzuführen, woran auch die neuländer Bevölkerung teilnehmen soll. Im August 1974 fand daraufhin der erste große laternenumzug mit ca. 3000 Teilnehmern und 3 Musikkapellen statt. Auch wurden wiederholt Protestversammlungen in der Kapelle wohlersweg veranstaltet, die von Herrn Sommerfeld geleitet wurden. Es waren namhafte behördenvertretungen zu gast, u.a. auch Senator lange. Es ging jetzt nicht nur um den s-bahnbau, sondern auch um die Planungen  der Umgehungsstraße zur b4/75 und den flächennutzungsplan Neuland. Für den s-bahnbau musste unser verein 20 Kündigungen hinnehmen. Auch sonst gab es enormen ärger mit den Baubehörden und Baufirmen. Für die bodenuntersuchungen wurden tiefenbohrungen durchgeführt um den Untergrund zu analysieren. Leider hatten sich die Baufirmen täuschen lassen, sonst hätten sich bei den grundwasserabsenkungen nicht so viele Schäden an Gebäuden, Gartenlauben und Ländereien ereignet. Bei uns im verein waren es über 100 Schadensfälle, die bis zu 7500 dm entschädigung erhielten.

Am 20.09.1975 konnten wir dann unser 25jähriges stiftungsfest in den festlich geschmückten Räumen des „Celler Hofes“ feiern mit 190 Teilnehmern, wobei 32 langjährige gartenfreunde durch Urkunden und Ehrennadeln geehrt wurden. Als Gäste hatten wir den landesbundvorsitzenden e. Schröder und den bezirksgruppenvorsitzenden rolf gudelius eingeladen. Unser bewährter festausschuss hatte keine mühen und kosten gescheut um den räumen des celler Hofes einen würdigen rahmen mit Blumen und Girlanden zu verleihen.

Auch in den nächsten Jahren gab es immer wieder großen ärger mit den Baufirmen über Verschmutzungen, wasserrohrbrüchen und Überschwemmungen. Im Jahr 1979 erfolgten dann die Kündigungen von weiteren 13 parzellen für den vorgesehenen Straßenbau zur b4/75. da wir noch viele doppelparzellen hatten, wurden sie geteilt um den gekündigten Gartenfreunden einen neuen garten anzubieten. Durch baumaßnahmen wurden zum teil die Abflussgräben und deichwettern zugeschüttet. Die folge davon, bei Regengüssen und wasserrohrbrüchen liefen die gärten voll, so z.b. in der Kolonie 4. auch die Kolonie 7 stand vollkommen unter Wasser, es mussten wiederholt Lenzpumpen eingesetzt werden. Allerdings muss gesagt werden, dass die gartenfreunde zufrieden stellend entschädigt wurden.

Zwischenzeitlich wurden wir von der Behörde informiert, dass unser gebiet Neuland aus dem hafenerweiterungsplan heraus genommen worden ist und wir nicht mehr zum Liegenschaftsamt hamburg gehören, sondern das Liegenschaftsamt harburg für uns zuständig ist. Inzwischen wurden Gerüchte laut, dass das gesamte gelände Neuland einschließlich unseres Vereins für den bau einer technischen Universität harburg eingeplant wäre. Zum glück für unseren verein ist daraus nichts geworden, weil wahrscheinlich die Erschließungskosten zu hoch geworden waren.

Erstmals fand am 02.12.1982 unsere schon so beliebte seniorenfeier für unsere über 70 jahre alten senioren statt und zwar im lokal cohrs am wallgraben. Es war ein toller erfolg.

Auf der jahreshauptvrsammlung am 22.januar 1984 gibt der bisherige 1.vorsitzende gfd. ARTHUR KRÜGER bekannt, dass er nach 22jähriger Vorstandsarbeit nicht mehr als 1.vorsitzender kandidieren werde. Für diesen Posten stand nur der gfd. Günter gericke zur verfügung. Auf der anschließenden Wahl wurde der Gartenfreund gericke mit 123 jastimmen von 195 anwesenden Gartenfreunden zum 1.vorsitzenden gewählt. Auf Vorschlag des Schriftführers kurt bockmann wurde der gfd. Arthur Krüger zum Ehrenvorsitzenden und Ehrenmitglied einstimmig ernannt.

Mit der Wahl des Gartenfreundes gericke zum 1.vorsitzenden hatte der verein keine glückliche hand bewiesen, denn es gab immer Schwierigkeiten bei der vorstandsarbeit. Auch waren viele gartenfreunde mit der arbeit des vorstandes nicht einverstanden, dass letztlich dazu führte, dass der gfd. Arthur Krüger gebeten wurde, noch mal die Leitung des Vereins zu übernehmen bis ein geeigneter Kandidat gefunden wurde. Bei der jahreshauptversammlung am19.1.86 im lokal zur grünen Tanne stellte sich der gfd. Arthur Krüger zur Wahl und wurde mit 99 jastimmen zum 1.vorsitzenden wieder gewählt.
Auch wurde auf der Versammlung die frage nach einem neuen vereinshaus aufgeworfen. Auf die frage wer für ein neues vereinshaus wäre, meldeten sich über 80% der anwesenden gartenfreunde.
Inzwischen haben sich die vorraussetzungen insofern gebessert, dass unser verein dauergartenverein werden soll, so dass auch mit einer Baugenehmigung gerechnet werden kann.

Auf der jahres-hauptversammlung am 6.märz 1988 stellte der bisherige vorsitzende Arthur Krüger endgültig sein amt zur verfügung. Aus der Versammlung wurden die gartenfreunde Dieter rix und reiner zschutschke vorgeschlagen. Bei der anschließenden Wahl erhielten der gfd. Zschutschke 114 jastimmen und der gfd. Rix 75 stimmen. Somit ist gfd. Reiner zschutschke 1. vorsitzender.

In dem Jahr 1988 wurden die Pläne zum Bau des Vereinshauses konkretisiert. Es wurde auf dem vorgesehenen Bauplatz in Kolonie 5 mit Fertigbauteilen das Vereinshaus gebaut. Alle Gartenfreunde haben tatkräftig mitgeholfen und unermüdlich den Bau sowie die Gestaltung vorangetrieben, so daß wir nach Fertigstellung der ersten Bauphase am 29.07.1989 Richtfest feiern konnten. Es gab zu Schreberpreisen Speisen und Getränke. Ein Bier-Oltimer kam extra fü uns aus Bayern und sagte: “O`zapt is. Als Gäste waren Vertreter der Parteien, Behörden und Wirtschaft anwesen. Gartenfreund Reiner Zschutschke hat während  seiner Amtszeit seine Kraft in  Die Gestaltung des Vereinshauses, sowie in die öffentlichen Gartenflächen gesteckt. So war es uns und ist es uns auch noch heute möglich, viele schöne Feste zu feiern, wie man in der Galerie sehen kann.

Auf der Jahreshauptversammlung im März 1995 wurde der Gartenfreund Hans-Jürgen Schink zum 1.Vorsitzenden mehrheitlich gewählt. In der Amtsperiode von Gfd. Hans-Jürgen Schink war immer wieder der Wasserverlust durch Rohrbrüche sowie die Neuverlegung einer Wasserleitung Thema. Im Jahr 1996 war es dann endlich soweit und die neue Wasserleitung wurde in den Kolonien 1 + 2 verlegt. Aufgrund der besonderen Verdienste um den Verein wurde zu Ehren unseres Ehrenvorsitzenden unser Vereinshaus in Arthur Krüger Haus umbenannt.

 

Auf der Jahreshauptversammlung im März 1997 wurde dann Gfd. Günther Lich zum 1.Vorsitzenden gewählt. Gfd. Günther Lich fuhr mit dem neu gewählten Vorstand fort, die neue Wasserleitung zu verlegen. So dass im Jahr 1997 in den Kolonien 3+4, im Jahr 1998 in den Kolonien 5+6 und im Jahr 1999 in der Kolonie 7 die Wasserleitungen verlegt und fertiggestellt wurde. Mit Hilfe des gesamten Vorstandes insbesondere durch den 2.Vorsitzenden Gfd. Karl-heinz Evers wurde weiterhin der große Parkplatz drainagiert und erneuert. 

 

Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 2004 wurde Alexandra von freital zur 1.Vorsitzenden gewählt. Wir hatten somit die erste Frau im Vorstand. In Ihrer Amtszeit hat das Vereinshaus einen Sielanschluß ans öffentliche Netz und der Verein eine Abkippvorrichtung erhalten.

 

Seit dem 25.03.2007 ist wieder der gfd. Günther Lich zum 1. Vorsitzenden gewählt.

 

 

 

Die 1. Vorsitzenden des GBV Einigkeit

 Agust Scheinhütte von 1950 bis 1955

Karl Plöger von 1955 bis 1960

Otto Voss von 1960 bis 1962

Wilhelm Otto von 1962 bis 1966

Heinrich Everien von 1966 bis 1967

Eduard Jantzen von 1967 bis 1968

Arthur Krüger 1968 bis 1984

Günter Gericke von 1984 bis 1986

Arthur Krüger 1986 bis 1988

Reiner Zschutschke von 1988 bis 1995

Hans-Jürgen Schink von 1995 bis 1997

Günther Lich von 1997 bis 2004

Alexandra von Freital von 2004 bis 2007

Günther Lich von 2007 bis 2010

Heinz Eschner von 2010 bis